Kokosöl und passende Alternativen

Was ist eigentlich Kokosöl?

Kokosöl ist weißes bis gelbliches Pflanzenfett, das aus dem Nährgewebe der Kokosnuss gewonnen wird. Es zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil an Fettsäuren aus.

Es hat einen milden, wachsartigen Geruch mit einer leichten Kokosnote.

kokosoel und passende alternativenQuelle: https://pixabay.com/en/coconut-oil-oil-white-glass-jar-2535339/

Wie wirkt Kokosöl auf die Haut?

Kokosöl sorgt nicht nur für eine weiche und samtige  Haut, sondern hat auch eine antimikrobakterielle Wirkung und kann damit den Verlauf verschiedener Hauterkrankungen positiv beeinflussen. Bei Akne & Pickeln sorgt die antimikrobakterielle Wirkung für ein schnelles verschwinden der Pickel und den Rückgang von ausgebrochener Akne. Durch Regelmäßige Anwendung können neue Akneschübe vermindert werden.

Auch gegen so manche Alterserscheinung der Haut wie Falten und Cellulite kann man mit der Regelmäßigen Anwendung von Kokosöl entgegenwirken. Der feuchtigkeitsspendende Effekt des Kokosöl versorgt die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und beugt so trockener Haut vor, was meistens die Ursache für Falten ist, und strafft die Haut so dass die Cellulite weniger Spuren hinterlassen kann.

Und wenn man im Sommer zu den den Menschen gehört die sich, zum Vergnügen oder beruflich, viel im Freien aufhalten aber das eincremen vergessen und einen Sonnenbrand bekommen, so kann auch hier das Kokosöl für Linderung sorgen.

Anstatt zu den einschlägigen Mitteln aus der Apotheke zu greifen, trägt man etwas Kokosöl auf die betroffenen Stellen auf. Das beruhigt die Haut, sorgt für ein abklingen der Reizung und spendet Feuchtigkeit.

Das Öl kann zwar auch als Vorbeugung aufgetragen werden, trotzdem sollte man nicht die empfohlene Verweildauer in der Sonne, für seinen Hauttyp überschreiten.

Kokosöl für die Haare

Neben der guten Wirkung für die Haut, kann Kokosöl auch eine Bereicherung für die Struktur und Stärke der Haare sein. Haare waschen an sich ist ja schon eine Wissenschaft für sich und es gibt hunderte Meinungen wann und wie oft man seine Haare waschen sollte. Davon abgesehen kann man Kokosöl als zusätzlichen Wirkstoff zu seinem sonstigen Shampoo nehmen oder ganz als herkömmlichen Shampoo Ersatz.

Reines Kokosöl besitzt eine ganze Reihe verschiedener Mineralien und Vitamine die das Haar von innen heraus stärken, helfen Schäden zu reparieren und die Struktur neu aufzubauen. Zugleich wirkt es befeuchtend, was insbesondere bei sprödem und trockenem  Haar wichtig ist. Wer unter Schuppen leidet sollte 30 Minuten vor jeder Haarwäsche etwas Kokosöl in seine Kopfhaut und die Haare einmassieren. Es gibt auch Aussagen dazu, das Kokosöl die Haare schneller wachsen lassen würde. Für viele wäre das bestimmt eine tolle Wirkung, aber es gibt keine Wissenschaftlichen Beweise für diesen Effekt.

Kokosöl und die Forschung

Nachdem der neuseeländische Forscher Dr. Ian Prior, in den 1960er Jahren, in seiner ‘Pukapuka Studie’ festgestellt hatte, das zwischen dem Gesundheitszustand eines isoliert lebenden Volkes in Polynesien und deren Verzehr von Kokosnüssen ein Zusammenhang besteht, rückte die Frucht und ihre Inhaltstoffe in den Fokus der Forschung.

Eine neue Studie vom Anfang unseres Jahrhunderts legt Nahe das Kokosöl gegen Alzheimer helfen könnte. Die Studie von Dr. Mary Newport, kann man hier nachlesen.

Das in Irland ansässige Athlone Institute of Technologie führte 2011 und 2012 eine Studie durch, die einen Zusammenhang zwischen Kokosöl und Karies aufdeckt. Karies wirkt durch zwei Erreger und Kokosöl ist das einzige Öl, das in der Lage ist beide Karieserreger vollständig abzutöten.

Ergänzend dazu wurde im Jahre 2015 am Kannur Dental College in Indien eine Studie durchgeführt um untersuchen ob sich das Öl auch zur Vermeidung von Zahnfleischentzündungen eignet. Die Studie kam zu dem Ergebniss das die einzigartige Zusammensetzung von Kokosöl entzündungshemmend und antibiotisch wirkt.  Unter Anwendung von Kokosöl verminderten sich Plaque und Zahnfleischentzündung deutlich.

Alternativen zu Kokosöl

Warum sollte ich eine Alternative zu Kokosöl wählen, wenn es doch solches Potenzial hat?

Diese Frage werden sich jetzt bestimmt einige nach dem lesen der Überschrift gestellt haben. Aber wie bei allem gibt es auch, gegen Kokosöl, Menschen die allergisch reagieren.

Die Kokos-Allergie tritt recht selten auf allerdings bestehen zur Kokosnuss diverse Kreuzallergien. Speziell Allergiker die auf Wal-, Haselnüsse oder Linsen reagieren könnten auch eine Kreuzallergie gegen die Kokosnuss entwickeln. Die Symptome der Allergie ähneln denen eine Lebensmittel- oder Kontaktallergie. Wer also allergisch reagiert aber trotzdem ein Bio-Produkt sucht das nicht die Poren verstopft, kann u.a. auf folgende Alternativen zurückgreifen:

 

  • Arganöl (enthält Vitamin E und wirkt entzündungshemmend)
  • Shea Butter (feuchtigkeitsspendend)
  • Marula Oil (reich an Vitamin C & E, Booster für Feuchtigkeit)
  • Calendula Öl (entzündungshemmende Wirkung)
  • Jojobaöl (Feuchtigkeitsspender, langfristige Regeneration)
  • Mandelöl (Haut glättend, reizhemmung)

 


Wer auf der Suche nach solchen Körperölen ist, kann hier fündig werden.

Fazit

Sich natürlicher Inhaltsstoffe zu bedienen und nicht immer zu den üblichen Kosmetikprodukten zu greifen ist toll. Aber auch hier gilt wie bei allen Trends und Hypes, das der eigenen Hauttyp auf die Kompatibilität und Bedürfnisse geprüft werden sollte. Die Anwendung von Kokosöl bei trockener Haut ist empfehlenswert, aber bei Akne, fettiger oder sensibler Haut sollte man vorsichtig sein. Am besten an einer kleinen Hautstelle ausprobieren, bevor man den ganzen Körper oder das Gesicht mit Kokosöl einreibt.

Quellen:

https://www.kaufberater.io/drogerie/essige-oele/kokosoel/

https://www.bergwelten.com/a/selbstgemacht-natuerlicher-zecken-und-sonnenschutz-mit-kokosoel

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