Kokosöl, Kokoswasser, Kokosmilch und Kokosfasern

Die Kokosnuss – Kokosöl, Kokoswasser, Kokosmilch und Kokosfasern

Kokosmilch und mehr! Ein unschätzbarer Vorteil an der Kokosnuss ist, dass nahezu alle Bestandteile von ihr genutzt werden können. Sie ist also nicht nur Lieferant für Kokosfett und Kokoswasser, sondern dient in vielen Ländern auch als grundlegendes Nahrungsmittel. Sie liefert weitere Bestandteile wie zum Beispiel für die Herstellung von Matten, Seilen, Brennmaterial und noch vieles mehr.die kokosnuss als allroundtalent

Wir haben es hier also mit einer äußerst vielseitig verwendbaren Frucht zu tun. Die Kokosnuss enthält so hochwertige Inhaltsstoffe, dass sie inzwischen überall auf der Welt genutzt und verzehrt wird. Schauen wir uns doch einmal etwas näher an, welcher Bestandteile der Kokosnuss über das Kokoswasser hinaus in welcher Art und Weise verwendet werden können.

Kokosmilch

Kokosmilch im eigentlichen Wortsinn gibt es nicht in natürlicher Form. Sie muss zunächst von Menschenhand hergestellt werden. Oftmals wird die Kokosmilch mit dem Kokoswasser verwechselt. Es handelt sich bei der Kokosmilch also nicht um die Flüssigkeit, die in natürlicher Art und Weise in der grünen, noch unreifen Kokosnuss enthalten ist.

Um Kokosmilch herzustellen, extrahiert man zunächst das Fleisch der reifen braunen Kokosnuss extrahiert. Die Frucht wird von ihrer harten Schale befreit, um an das weiße Fruchtfleisch zu gelangen. Im Anschluss wird es zunächst gemahlen oder geraspelt und danach mit Wasser vermischt. Nun kann man den daraus entstehenden dickflüssigen Brei auspressen, wodurch die Kokosmilch entsteht. Nach einer Filterung erhält man eine homogene Flüssigkeit ohne störende Fasern. Diese Flüssigkeit kam entweder sofort konsumiert oder auch in Flaschen, Dosen etc. abgefüllt werden. In den letztgenannten Fällen wird meist noch eine Konservierung vorgenommen. Durch Erhitzen oder durch die Zugabe eines Konservierungsmittels erreicht man den gewünschten Grad der Konservierung.

kokosmilch und die herstellungWie schmeckt die Kokosmilch?

Die so entstandene Kokosmilch schmeckt intensiv nach Kokos. Sie besitzt eine reinweiße Farbe und eignet sich ideal als Grundlage für viele verschiedene Nahrungsmittel, unter anderem Cocktails. Aber auch für unzählige Gerichte der indischen, asiatischen oder orientalischen Küche ist die Milch bestens geeignet.

Das Fleisch der Kokosnuss enthält natürlichen Zucker, so dass die Kokosmilch ein wohlschmeckendes und süßes Getränk ist. Viele Menschen lieben die Kokosmilch. Sie besitzt einen relativ hohen Fettanteil und liefert daher größere Mengen an Energie. Aus diesem Grund sollte Kokosmilch nicht als alleiniges Getränk in der täglichen Ernährung verwendet werden.

Ein weiterer Verwendungszweck für Kokosmilch sind kosmetische Produkte und Körperpflegeartikel. Dank des großen Anteils hochwertiger Nährstoffe und dem darin enthaltenen Fett bildet es die Grundlage für Cremes und Lotionen. Sie wird auch für die Herstellung von Seifen, Duschgels usw. verwendet.

Kokosfett

Ein weiterer Bestandteil der Kokosnuss, der zunächst die Menschenhand hergestellt werden muss, ist das Kokosfett. Es kann in vielen verschiedenen Formen verwendet werden. Unter anderem als Nahrungsmittel, aber auch als Brennmaterial, Hautschutz usw. Um Kokosfett herzustellen, wird wie bei der Herstellung der Kokosmilch zunächst das Fruchtfleisch der Kokosnuss extrahiert. Anschließend wird es ausgepresst. In diesem Fall allerdings ohne die vorherige Zugabe von Wasser. Es wird ein extrem hoher Druck beim Pressen benötigt, um Kokosfett zu gewinnen. Das Ergebnis ist ein besonders hochwertiges Fett, welches neutral schmeckt und reich an ungesättigten und somit gesunden Fettsäuren ist.

Kokosfett wird auch als Kokosöl bezeichnet. Es ist bei Zimmertemperatur fest, verflüssigt sich allerdings schon bei einer Temperatur ab ca. 25 Grad Celsius. Mit seinem neutralen Geschmack kann es in der Küche in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Bestens eignet es sich sowohl zum Backen als auch zum Braten, Kochen und Frittieren, weil dieses Fett hoch erhitzbar ist. Kokosfett brennt nicht an und spritzt nur wenig.

In der Medizin

Auch im medizinischen und kosmetischen Bereich wird Kokosfett heute vielfach verwendet. Es besitzt eine ausgewogene Kombination verschiedenster Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. In der kosmetischen Industrie bildet Kokosfett die Basis für die Herstellung zahlreicher Produkte, zum Beispiel Hautcremes, Lotionen, Duschgels oder Seifen. Da Kokosfett einen natürlichen Lichtschutzfaktor besitzt, kann es auch in Produkten für den Sonnenschutz eingesetzt werden. Hier kommt noch hinzu, dass es der Haut Feuchtigkeit spendet und eine rückfettende Wirkung besitzt. Kokosfett lindert zudem Entzündungen sowohl auf der Haut als auch im Körper. Es kann bei Magen-Darmbeschwerden, bei Entzündungen im Hals sowie im Mund- und Rachenraum zum Einsatz kommen und entfaltet hier eine wohltuende Wirkung.

Auch zur Herstellung von Lebensmitteln wird Kokosfett verwendet. Hier dient es beispielsweise als Basis oder Zusatzstoff für Speiseeis, Überzugsmassen und verschiedene Füllungen. Eines der bekanntesten Lebensmittel, das unter Verwendung von Kokosfett hergestellt wird, ist Eiskonfekt. Was zunächst wie Schokolade aussieht, entpuppt sich als eine Mischung von Kokosfett, Kakao und anderen Inhaltsstoffen. Das fertige Produkt besitzt einen besonders zarten Schmelz und entfaltet eine kühlende Wirkung im Mund und auf der Zunge, so dass der charakteristische Eis-Effekt entsteht, auch wenn es ohne Kühlung verzehrt wird.

Kokosfasern

die kokosfasern an der schale der kokosnussDie Kokosfasern befinden sich auf der Außenseite der Schale einer braunen, reifen Kokosnuss. Es handelt sich hierbei um äußerst widerstandsfähige Pflanzenfasern, die zur Herstellung verschiedener Produkte genutzt werden können. Aus Kokosfasern stellt man beispielsweise Fußmatten, Stoffe oder auch Seile her. Insbesondere im asiatischen Raum und in verschiedenen Ländern der Karibik und Südsee werden unzählige Produkte des täglichen Lebens unter Verwendung von Kokosfasern hergestellt.

Kokosnussschalen

Die Schale der Kokosnuss kann ebenfalls für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Sie ist äußerst hart und eignet sich ideal als Brennmaterial. Dazu wird sie meist zerkleinert, teilweise auch in feinste Fasern geraspelt bzw. zermahlen. Weiterhin können die halbierten Kokosnussschalen verwendet werden, um daraus Geschirr, Trinkgefäße, Vasen oder Löffel herzustellen. Außerdem werden die Schalen im Kunsthandwerk zur Herstellung von Figuren genutzt – sie können ebenso wie Holz mit diversen Schnitzwerkzeugen bearbeitet werden.die kokosnussschalen der kokosnuss

Ein weiterer Verwendungszweck der Kokosnussschalen ist die Herstellung von Instrumenten. Vor allem in Südostasien verwendet man halbe Kokosnussschalen, um sie anschließend mit einer Tierhaut zu bespannen. Das Ganze ergibt eine Art Trommel. Aber auch Saiteninstrumente werden unter Verwendung von Kokosnussschalen hergestellt, hier dient die hohle Kokosnuss als Resonanzkörper.

Herstellung von Dünger

Ein relativ neuer Bereich ist die Herstellung von Mineraldünger aus Kokosnussschalen. Hierzu werden die Schalen inklusive Fasern zunächst getrocknet und anschließend gemahlen. Das so entstandene Pulver wird mit einem flüssigen Mineraldünger vermischt und dann in kleine Briketts gepresst. Man spricht dabei auch von Cocobricks oder Cocoslabs. Der Verwender weicht die Briketts dann in Wasser ein, wodurch sie bis zum Zehnfachen ihrer ursprünglichen Größe aufquellen und dann als Pflanzensubstrat verwendet werden können.

Wie man sieht, kann die Kokosnuss äußerst vielseitig eingesetzt werden. Alle Bestandteile sind umweltfreundlich und biologisch komplett abbaubar. Überall auf der Erde kann sie somit schädliche Produkte ersetzen.

2 Antworten auf „Kokosöl, Kokoswasser, Kokosmilch und Kokosfasern“

  1. Kokosnussöl wird ganz anders als Olivenöl hergestellt und deswegen sind auch andere Kriterien ausschlaggebend für ein hochwertiges Produkt. Begriffe wie Extra oder Extra Virgin oder ANH (Absolutely no heat) sind weder geschützt noch wissenschaftlich tragbar. Entscheidend für die Qualität von Kokosnussöl sind vor allem drei Kriterien: die Qualität der Kokosnüsse, die Herstellungstechnik, und die Feuchtigkeit, die im Kokosnussöl enthalten ist.

  2. Einer Info des Heilpraktikers Rene Gräber habe ich entnommen, daß es ein Kokosöl gibt, das nicht durch Pressen des Kopra gewonnen wird, sondern durch Extrahieren aus Kokosmilch. Nur dieses sollte den Namen „virgin“ tragen. Wo kann ich dieses Öl beziehen? Bei Ihnen?
    Es soll gegenüber dem Öl aus Pressung wesentliche Gesundheitsvorteile bringen.

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