Gewinnung von Kokoswasser

Kokoswasser – wie entsteht das?

Die natürliche Gewinnung von Kokosnusswasser. Einer der natürlichen Bestandteile der Kokosnuss ist das Kokoswasser. Es ist in jeder noch unreifen Kokosnuss enthalten, üblicherweise in einer Menge von rund 500 bis 800 ml. Doch wie kommt man an dieses wertvolle Getränk? In welcher Form kann es konsumiert werden und was kann man alles daraus machen? Alle Antworten dazu finden Sie hier.gewinnung-und-herstellung-von-kokoswasser-150x150

Wie wir also nun wissen, muss Kokoswasser nicht eigens hergestellt werden, denn es ist bereits in natürlicher Form in der (unreifen) Frucht enthalten. Doch wie kommt das Wasser überhaupt dort hinein?

Ganz einfach: Die Kokosnuss nimmt während ihres Wachstums Wasser auf und speichert dieses als Vorrat ein. Dieses Wasser wird im Laufe der Zeit mit einer großen Menge an verschiedenen Vitaminen und Mineralien angereichert, welche die Frucht ebenfalls über die Kokospalme aufnimmt, an der sie wächst. Auch in der reifen Kokosnuss ist noch Kokoswasser vorhanden, allerdings verringert sich die Menge nach und nach und das Wasser verändert zudem seinen Geschmack. Es weist bei reifen Nüssen einen herberen, leicht bitteren Charakter auf. Schlecht gewordenes Kokoswasser, wie es bei überreifen Früchten häufig vorkommt, erkennt man übrigens an einem unangenehm sauren, stechenden Geruch und Geschmack.

Hygienische Eigenschaften des Kokoswassers

Die industrielle Gewinnung von Kokoswasser erfolgt fast ausschließlich aus jungen, grünen Früchten. Diese enthalten mit 0,8 bis 1,0 Liter auch am meisten der begehrten Flüssigkeit. Große Unsicherheit herrscht dabei immer noch über die Tatsache, ob man Kokoswasser einfach aus der Frucht trinken kann.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind im Urlaub, liegen bequem am Strand und haben Durst. Das Mitbringen von eigenen Getränken ist meist nur eine schlechte Lösung, da diese schon nach kürzester Zeit warm werden und somit keinen Erfrischungseffekt mit sich bringen. An manchen Stränden sind Getränkeflaschen auch gar nicht erst erlaubt.
Nun kommt ein Einheimischer, öffnet vor Ihren Augen eine Kokosnuss und versieht diese mit einem Strohhalm. Würden Sie den Inhalt ohne Bedenken trinken? Oder hätte Sie Angst vor Bakterien, Keimen etc.?
Fakt ist: Sofern die Kokosnuss erst direkt vor dem Verzehr geöffnet wird, müssen Sie diesbezüglich keine Bedenken haben. Das Kokoswasser bleibt in der geschlossenen Frucht komplett keimfrei. Daher sind Kokosnüsse in vielen Ländern ein wichtiger Ersatz für fehlendes Trinkwasser. Natürlich müssen Sie darauf achten, dass das Kokoswasser nach dem Öffnen nicht mit kontaminierten Gegenständen in Berührung kommt. Auch der verwendete Strohhalm sollte neu und sauber sein. In Notsituationen eignet sich das keimfreie Kokoswasser daher auch zum Spülen bzw. Reinigen von Wunden.

Kokoswasser in verschiedenen Kokosnuss-Sorten

Weltweit gibt es mehrere hundert Sorten von Kokosnüssen. Nicht in jeder ist ein gleich großer Anteil an Wasser enthalten. Inzwischen gibt es sogar spezielle Züchtungen sogenannter Trinkkokosnüsse, auf die wir später noch zu sprechen kommen werden. Doch auch die herkömmlichen Kokosnuss-Sorten unterscheiden sich in ihrem Gehalt an Kokoswasser mitunter ganz deutlich voneinander. So enthält beispielsweise die Kokosnuss mit grüner Schale generell weniger Wasser als die sogenannte King Coconut, welche sich durch eine gelbe Schale auszeichnet. Genau diese Sorte ist es auch, welche heute oft als Trinkkokosnuss bezeichnet wird.

Gewinnung von Kokoswasser zur Versorgung des Nahrungsbedarfs

Wie bereits angeschnitten, gibt es auf der Erde einige Völker, insbesondere im Pazifik bzw. auf den dortigen Inseln, für die das Kokoswasser eine lebenswichtige Nahrungsquelle darstellt. Gerade im Sommer, wenn es kaum regnet und keine Meerwasserentsalzungsanlage auf der jeweiligen Insel zur Verfügung steht, übernehmen Kokosnüsse vollständig die Versorgung mit Trinkwasser für die dort lebende Bevölkerung.

Je nach Größe der Kokosnüsse benötigt ein Erwachsener zwischen drei und sechs Stück pro Tag, um den Flüssigkeitsbedarf des Körpers vollständig zu decken. Hierbei gibt es allerdings ein Problem: Das Wasser aus geöffneten Kokosnüssen lässt sich durch die fehlende Konservierung in der Regel nicht länger als einige Stunden lagern, bevor es sauer wird und somit ungenießbar ist. Die Inselbewohner sind also darauf angewiesen, stets einen Vorrat an Kokosnüssen als Vorrat anzulegen und sie jeweils vor dem Genuss frisch zu öffnen. Um diese Prozedur zu umgehen, entwickelte man auch die Möglichkeit, aus Kokoswasser Wein herzustellen. Dazu wird das Wasser kontrolliert vergoren und anschließend gefiltert. Für viele Menschen besitzt dieser allerdings keinen guten Geschmack. Alternativ bietet sich an, das Kokoswasser zu destillieren und somit einen Brandwein herzustellen. Dies kann mit jeder handelsüblichen Destille geschehen. Meist werden hierzu Eigenbaueinrichtungen genutzt.

Industrielle Gewinnung bzw Herstellung von Kokoswasser

Während bis vor wenigen Jahren das Wasser fast ausschließlich in den Herkunftsländern der Kokosnuss als alltägliches Getränk konsumiert wurde, ist daraus in den letzten Jahren ein weltweiter Trend geworden. Kokoswasser gilt mittlerweile als gesunde und wohlschmeckende Alternative zu den herkömmlichen industriell hergestellten und entsprechend ungesunden Limonaden und sonstigen Erfrischungsgetränken. Doch auch beim industriell abgefüllten Kokoswasser sollte der Verbraucher vorsichtig sein.

Wie bereits erwähnt, besitzt Kokoswasser von Natur aus keine konservierenden Inhaltsstoffe. Somit handelt es sich hierbei um ein leicht und schnell verderbliches Lebensmitteln. Selbst wenn das Wasser industriell unter entsprechender Schutzatmosphäre in Dosen oder Flaschen abgefüllt wird, wäre eine ausreichende Haltbarkeit für den weltweiten Handel nicht gegeben. Daher sind die meisten Hersteller dazu übergegangen, Kokoswasser mit Konservierungsstoffen und teilweise auch anderen Zusätzen anzureichern. Nicht selten findet sich Kokoswasser im Handel, das mit den sogenannten E-Zusatzstoffen versehen wurde. Dabei kann es sich neben den bereits erwähnten Konservierungsstoffen auch um Aromen bzw. Geschmacksverstärker, Bindemittel und Emulgatoren oder auch Farbstoffe handeln.

Wer ein wirklich gesundes Kokoswasser genießen möchte, der achtet beim Kauf darauf, kein Produkt mit solchen Zusatzstoffen zu wählen. Andernfalls ist der natürlich-gesunde Effekt des Kokoswassers so gut wie dahin. Mittlerweile gibt es von einigen Herstellern solche naturbelassenen Kokoswässer auch fertig verpackt im Handel zu kaufen. Unser Tipp: Schauen Sie in Bioläden oder Reformhäusern nach einem natürlichen Kokoswasser. Hier finden sich oft auch importierte Produkte aus dem Ausland, die direkt vom Erzeuger abgefüllt wurden und die völlig naturbelassen sind.

Fazit: Kokoswasser – eines der wertvollsten natürlichen Lebensmittel!

Wir haben also gelernt, dass Kokoswasser nicht extra hergestellt werden muss, sondern völlig natürlich von der Pflanze selbst in den Nüssen eingelagert wird und dort zur Verfügung steht. Ein echtes Geschenk der Natur, für das wir immer wieder dankbar sein sollten!

 

Und was sagt Wikipedia zum Thema Kokoswasser?

Bei noch grünen jungen Kokosnüssen befindet sich im Hohlraum bis zu einem Liter süßliche, fast klare Flüssigkeit, die Kokoswasser genannt wird. Dieses ist keimfrei, solange die Nuss geschlossen bleibt, und enthält fast kein Fett. In den Anbauländern ist das Kokoswasser der weniger reifen Früchte ein wichtiger Trinkwasserersatz und wird oft als Streetfood angeboten. Das Kokoswasser wird mit zunehmender Reife weniger, aber restlos verbraucht wird es erst bei der Keimung.

An Kokoswasser reicher als grünschalige Kokosnüsse ist die gelbschalige „King Coconut“, Cocos nucifera ‚King‘, in Sri Lanka auch „Thambili“ genannt, eine besondere Sorte, die sehr wenig Kokosfleisch ausbildet, weil sie als Trinkkokosnuss künstlich selektiert wurde

Auf Inseln ohne Quellen werden pro Person und Tag drei bis sechs Kokosnüsse zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs benötigt. Üblich ist die Versorgung des Flüssigkeitsbedarfs durch Kokoswasser zum Beispiel auf den Molukken und Karolinen. Es wird entweder roh getrunken oder zu Kokoswein vergoren. Der vergorene Saft hat einen bitteren Geschmack. Aus dem vergorenen Kokoswasser wird auch ein Branntwein destilliert. An der enthaltenen Menge Kokoswasser kann abgeschätzt werden, wie lange eine Nuss gelagert wurde. Je frischer die Nuss, desto mehr Kokoswasser befindet sich darin.

Unter Notfallbedingungen ist das sterile und isotonische Kokoswasser intravenös als Infusionslösung zur Behandlung des Volumenmangelschocks eingesetzt worden. Bei Durchfallerkrankungen wird Kokoswasser in einigen Ländern traditionell zum Flüssigkeitsausgleich eingesetzt. Wegen des zu niedrigen Kochsalz- und Glukosegehalts stellt Kokoswasser keine Alternative zu der von der WHO empfohlenen Oralen Rehydrationslösung dar.[

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kokospalme#Kokoswasser

Kommentare

Ein Kommentar

    Hannaco Fässsler

    25. Oktober 2017

    Die Infos sind gut, nur weiss ich nicht ob uperisiertes Kokos Wasser noch positive Wirkung auf den Körper hat, oder dass die Nährwerte nur noch minim vorhanden sind.

    Herzlichen Dank
    Holovita

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